Lehre

An dieser Stelle finden Sie eine Zusammenstellung der an der FAU angebotenen Lehrveranstaltungen aus den Bereichen Gender, Differenz und Diversität.

Wintersemester 2017/2018

Geschlechtlichkeit, Liebe und (Nicht-) Begehren in Goethes Wilhelm Meister (VM NDL Nbg., VM C-Lit)

Dozent: Matthias Kandziora

Angaben: Hauptseminar, 2 SWS; für Gasthörer zugelassen
Zeit und Ort: jede 2. Woche Mo 11:30 – 15:00, 2.047; Bemerkung zu Zeit und Ort: Die Lehrveranstaltung findet in Nürnberg Regensburger Str. statt, ist aber auch für Studierende aus Erlangen geöffnet.

Die Zeit um 1800 gilt gemeinhin als Umbruchszeit. Dies betrifft viele der epistemologischen Grundlagen der westlichen Gesellschaften. Auch die Konzepte von Liebe und Geschlechtlichkeit – die Herzstücke der bürgerlichen Subjektivität – erfahren in dieser Zeit eine Reihe von Umbildungen. Das Seminar möchte diesen Entwicklungen anhand von Goethes Wilhelm Meisters Lehrjahren und Wilhelm Meisters Wanderjahren nachspüren. Zum einen sind diese Romane Gründungstexte der Moderne, in dem sie die Genese eines bürgerlichen Subjekts verfolgen. Hierbei spielen Liebeskonzepte und Geschlechterrollen eine zentrale Rolle. Gleichzeitig sind sie aber auch Gründungstexte literarischer Gattungen, etwa des Bildungsromans – einer Gattung, die sich weltweiter Beliebtheit erfreut. Das Seminar soll als Lektüreseminar die Romane nach und nach durchkämmen. Als zentrale Fragestellung des Seminars sollen diese Texte daraufhin untersucht werden, welche Bedeutung die Kategorien von Geschlechtlichkeit und Begehren für die Ausbildung einer spezifischen bürgerlichen Subjektivität hat, die ihren Ausgang um 1800 nimmt, deren Bedeutung aber bis heute fortwirkt. So ist die zeitgenössische dominante Vorstellung von Geschlechtlichkeit und ihr ‚dementsprechendes‘ heterosexuelles Begehren eine Tradition, deren Beginn in eben jenem Zeitraum zu datieren ist. So soll in doppelter Hinsicht gefragt werden, inwieweit die Wilhelm Meister Romane an der Etablierung fester Geschlechterrollen partizipieren, aber auch, wo das Potential von Literatur liegt, eben jenen Versuch der Vereindeutigung zu unterwandern.
Empfohlene Literatur: Bitte schaffen Sie sich die Reclam-Ausgaben der Lehr- und Wanderjahre an. Weitere relevante Literatur wird im Seminar bereitgestellt. GOETHE, Johann Wolfgang: Wilhelm Meisters Lehrjahre, hrsg. v. Erhard BAHR, Stuttgart 2008. GOETHE, Johann Wolfgang: Wilhelm Meisters Wanderjahre, hrsg. v. Erhard BAHR, Stuttgart 1982.
Zusätzliche Informationen: Erwartete Teilnehmerzahl: 20, Maximale Teilnehmerzahl: 25
Für diese Lehrveranstaltung ist eine Anmeldung erforderlich.
Die Anmeldung erfolgt von Montag, 18.9.2017 bis Freitag, 27.10.2017 über: mein Campus.

 

MA 3. FS: Vertiefungsseminar „Stimme und Geschlecht. Gender singen, sprechen, hören“

Dozent/in: Irene Lehmann

Angaben: Masterseminar, 2 SWS, ECTS-Studium, ECTS-Credits: 5; Master, Sprache Deutsch
Zeit und Ort: Einzeltermine am 4.11.2017 11:00 – 17:00, 00.3 PSG; 25.11.2017 11:00 – 17:00, A 401; 9.12.2017, 20.1.2018 11:00 – 17:00, 00.3 PSG; Bemerkung zu Zeit und Ort: Beginn: 4.11.

Die Phantasie, an einer Stimme Geschlecht, Alter und vielleicht Aussehen der sprechenden Person erkennen zu können, haben wir so häufig, wie diese auch wieder enttäuscht wird. Mit diesem Überraschungsmoment spielt nicht nur die Fernsehshow „The Voice“ mit den sogenannten „Blind Auditions“. Sprechen, Singen und Stille haben vielmehr Gendercodierungen – die sich im Hören wiederholen: aus hohen oder tiefen Stimmen schließen wir auf das Geschlecht des/der Sprechenden. Stimme ist dabei eine höchst ambivalente Angelegenheit, die einerseits im Zuge des „performative turn“ als sinnliches Phänomen neu entdeckt wurde. Als Mittler zwischen Körper, Natur und Geist binden sich zuweilen Vorstellungen von Ganzheit an die Stimme, die etwa zur Verehrung der Opernstimme führt. Andererseits weisen Gesangs- und Sprechtechniken im Theater auf die Manipulierbarkeit und Technisierung von Stimme, die sich mit den elektronischen und digitalen Medien im 20. Jahrhundert deutlich ausgeprägte.
Das Seminar geht den vielfältigen Möglichkeiten und Bildern der Stimme nach. Rasch fällt auf, dass die Stimme als Phänomen die Kunstgrenzen zwischen Theater, Musik und Literatur überschreitet und bis in den politischen Bereich übergreift. Dabei werden einerseits klar ausgeformte Geschlechterbilder und ihre Umcodierungen in Oper und Popmusik beleuchtet, als auch die möglichen Expansionen und Auflösungen von Genderidentitäten in den Avantgarden der 1910er und 1960er Jahre, die die Kunstform der „Vocal Performance“ bis heute prägen.

Gender und Migration in der medialen Darstellung im Kontext der pluralen und multireligiösen Einwanderungsgesellschaft

Dozent/in: Dr. Meltem Kulacatan

Angaben: Hauptseminar, 2 SWS, ECTS-Studium; Bachelor, Sprache Deutsch, Anmeldung über: kulacatan@em.uni-frankfurt.de
Zeit und Ort: Fr 10:15 – 11:45, 00.6 PSG; ab 20.10.2017

Voraussetzungen / Organisatorisches: Der Leistungsnachweis erfolgt in einer 20-minütigen Präsentation sowie einer schriftlichen Ausarbeitung.

In diesem Seminar werden die Zusammenhänge der Kategorien Geschlecht und Migration in der medialen Darstellung mit Schwerpunkt auf die Einwanderungsgesellschaft betrachtet. Hierbei sollen sowohl Fremdzuschreibungen als auch Fremdkonstruktionen durch einen breit gefassten Zugang, basierend auf verschiedenen medialen Zusammenhängen, untersucht und dechiffriert werden. Eine der leitenden Fragestellungen dabei wird sein, inwieweit und in welcher Form die Analysekategorien Gender, Geschlecht und Migration in integrationsrelevante politische Diskurse zur Geltung kommen und welche Effekte sie dabei besitzen. Wie unterscheiden sich die medialen Framings und Settings im europäischen Vergleich voneinander? Wo finden sich Ähnlichkeiten wieder? Welche Bilder über Frauen und Männer werden über medial erzeugte Wirklichkeiten sowie die Abbildung sozialer Wirklichkeiten in den Medien vermittelt? Wo finden sich weiblich und männlich definierte Stereotype wieder und wie werden diese medial eingebettet? Wie werden Themen religiös – und hierbei stehen der Islam und Musliminnen im Fokus – aufgegriffen und konstruiert? Wir werden uns zunächst mit den theoretischen Grundlagen zu Gender, Geschlecht, Migration und Medien beschäftigen und diese vertiefen. Ziel ist es, anhand eines breit gefächerten empirischen Materials, Phänomene und Darstellungen zu den Topoi Geschlecht und Migration innerhalb es islamisch definierten und diesem zugewiesenen Kontext sowohl zu vertiefen als auch zu veranschaulichen. Das Seminar richtet sich an Studierende aus den unterschiedlichen Fächern der Geistes- und Sozialwissenschaften.

Empfohlene Literatur:

Çakır, Naime: Islamfeindlichkeit. Anatomie eines Feindbildes in Deutschland, Transcript, Bielefeld, 2014.
Dennerlein, Bettina/Frietsch, Elke: Identitäten in Bewegung. Migration im Film, Transcript, Bielefeld, 2011.
Kulaçatan, Meltem: Geschlechterdiskurse in den Medien. Türkisch-deutsche Presse in Europa, VS Springer, Wiesbaden, 2013.
Kulaçatan, Meltem: Gesellschaft im Wandel. Weshalb die mediale Debatte um den Sexismus und den Rassismus ein Zeichen von Transformationsprozessen ist. Existiert ein Zusammenhang zwischen der Sexismus und der Rassismus Debatte?, Migazin, 2013.
Lünenborg, Margreth/Fritsche, Katharina: Migrantinnen in den Medien. Darstellungen in der Presse und ihre Rezeption, Transcript, Bielefeld, 2011.
Lünenborg, Margreth/Meier, Tanja: Gender Media Studies. Eine Einführung, UTB, 2013.
Mecheril, Paul: http://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-politik-wirtschaft_artikel,-Die-Gastrede-von-Paul-Mecheril-_arid,1291009.html, 2016.
Mecheril, Paul: Politik der Uneinheit. Ein Essay über Hybridität, Passagen Verlag, 2009.
Mecheril, Paul/Teo, Thomas (Hg.): Zur Lebenssituation von Menschen multiethnischer und multikultureller Herkunft, Dietz, 1994.
Shooman, Yasemin: „Weil ihre Kultur so ist“, Narrative des antimuslimischen Rassismus, Transcript, Bielefeld, 2014. Zusätzliche Informationen: Erwartete Teilnehmerzahl: 15, Maximale Teilnehmerzahl: 25
Für diese Lehrveranstaltung ist eine Anmeldung erforderlich.
Die Anmeldung erfolgt über: persönlich beim Dozenten

Geburtenplanung, Schwangerschaftsabbruch, Reproduktionsmedizin

 

Schlüsselqualifikation, Wahlpflichtfach Humanmedizin 1. und 2. Studienabschnitt

Dozenten: Prof. Dr. Karl-Heinz Leven, Dr. Susanne Ude-Koeller

Mo 18:15 – 19:45, Seminarraum (2.OG), Glückstraße 10.
vom 23.10.2017 bis zum 5.2.2018

 

In dem Epochenjahr 1978 kam das das erste „Retortenbaby“ Louise Joy Brown zur Welt. Zur Geburtenplanung gehören in historischer Perspektive Schwangerschaftsabbruch und moderne Reproduktionsmedizin. Das Seminar betrachtet die Entwicklungen und Umbrüche der sozialen und medizinischen Praxis in ihrem historischen und ethischen Kontext. Was unterscheidet frühere und heutige Formen der Geburtenplanung von einander? Wann und warum wurde aus der ungewollten Kinderlosigkeit ein medizinisches Problem? Und welches Tableau an Behandlungsoptionen entwarf die Reproduktionsmedizin seit den 1960er Jahren?

 

Empfohlene Literatur:

BERNARD, A.: Kinder machen. Samenspender, Leihmütter, künstliche Befruchtung. Neue Reproduktionstechnologien und die Ordnung der Familie. Frankfurt 2014. BOCKENHEIMER-LUCIUS, G./THORN, P./WENDEHORST, C. (Hg.): Umwege zum eigenen Kind. Ethische und rechtliche Herausforderungen an die Reproduktionsmedizin 30 Jahre nach Louise Brown. Göttingen 2008. BOLTANSKI, L.: Soziologie der Abtreibung. Frankfurt/M. 2007. HORNUFF, D.: Schwangerschaft. Eine Kulturgeschichte. Paderborn 2014. JEROUSCHEK, G.: Lebensschutz und Lebensbeginn. Kulturgeschichte des Abtreibungsverbots. Stuttgart 1988. MAIO, G./EICHINGER, T./BOZARRO, C. (Hg.): Kinderwunsch und Reproduktionsmedizin. Ethische Herausforderungen der technisierten Fortpflanzung. Freiburg 2013. SILIES, E.-M.: Liebe, Lust und Last. Die Pille als weibliche Generationserfahrung in der Bundesrepublik. 2010.

Institution: Lehrstuhl Geschichte der Medizin (Medizinische Fakultät)

Lektürekreis Geschlechtertheorien

vierzehntägig donnerstags 18-20 Uhr (c.t.)

Termine: Do 26.10., 2.11., 16.11., 30.11., 14.12., 11.1., 25.1., 8.2.

Raum: B4A1 (Bismarckstr. 1 B, Stock 4A)

Der Lektürekreis geht auf eine gemeinsame Initiative von Studierenden und Lehrenden des Departments für Germanistik und Komparatistik zurück. Er ist als Raum für intensive Lektüren und Diskussionen kulturtheoretischer Texte zur Geschlechterdifferenz und zu angrenzenden Fragestellungen gedacht. Das hochschulöffentliche Format liegt an den Rändern der akademischen Curricula und geht über Fach- und Semestergrenzen hinaus.

Die Treffen finden vierzehntägig donnerstagabends statt. Die Semesterlektüre wird beim ersten Termin gemeinsam festgesetzt. Bewährt hat sich die Lektüre eines einzelnen Textes über das Semester hinweg. Gelesen wird Stück für Stück und reihum laut im Seminarraum. Zwischendurch wird das Gelesene in Rekapitulationen und Diskussionen gemeinsam erschlossen und vertieft.

Teilnahmevoraussetzung ist allein die Bereitschaft zu intensiver gemeinsamer Lektüre theoretischer Texte, die zum Teil eine gewisse Geduld erfordern. Fremdsprachige Texte werden nach Möglichkeit in deutscher Übersetzung gelesen. Alle Hochschulmitglieder sind herzlich zur Teilnahme eingeladen. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich. Zum Austausch ist eine StudOn-Gruppe eingerichtet: https://www.studon.fau.de/grp1431935_join.html

 

Lektürevorschläge für das Wintersemester 2017/18 nach aktuellem Stand:

  • Judith Butler, Körper von Gewicht, 1993
  • Michel Foucault, Der Gebrauch der Lüste (Sexualität und Wahrheit 2), 1983
  • Sigmund Freud/Josef Breuer, Studien über Hysterie, 1895
  • Luce Irigaray, Das Geschlecht, das nicht eins ist, 1977

Weitere Vorschläge sind sehr willkommen, auch in der ersten Sitzung noch, wenn die Semesterlektüre gemeinsam festgesetzt wird.

 

In der ersten Sitzung am 26.10. findet neben der Vorbesprechung auch eine Diskussion zu Donna Haraways Cyborg Manifesto (1984) statt, das zur Sitzung bereits ein wenig vorbereitet werden sollte. Der Text ist über die StudOn-Gruppe verfügbar oder kann per Mail bei Sandra Fluhrer angefordert werden.

 

In den vergangenen Semestern wurden der Reclam-Reader Philosophische Geschlechtertheorien, Auszüge aus Pierre Bourdieus Die männliche Herrschaft, ein Großteil von Herbert Marcuses Triebstruktur und Gesellschaft, Aufsätze von Roswitha Scholz, Frigga Haug und Regina Becker-Schmidt, Materialien zum ‚female/male gaze‘ und zuletzt Michel Foucaults Der Wille zum Wissen. Sexualität und Wahrheit 1 gelesen.

Der Lektürekreis findet seit dem Wintersemester 2015/16 regelmäßig jedes Semester statt. ECTS-Punkte werden für den Lektürekreis nicht vergeben; eine Teilnahmebescheinigung kann aber ausgestellt werden.

 

Kontakt für Fragen und Textvorschläge:

Sandra Fluhrer, Lehrstuhl für Komparatistik, sandra.fluhrer@fau.de, Tel. 09131 85 22913

StudOn-Gruppe ‚Lektürekreis Geschlechtertheorien‘: https://www.studon.fau.de/grp1431935_join.html

Gender-Theorie(n) II (Institut für Soziologie)

Was ist Geschlecht? Dieser Frage geht das Seminar aus einem soziologisch-theoretischen Blickwinkel nach. Wir setzen uns mit klassischen und aktuellen Ansätzen der gender-Theorie auseinander und diskutieren diese kritisch. In diesem Zuge lesen wir Texte aus den Bereichen Sozialisationstheorie, (De-)Konstruktivismus, Interaktionismus und feministische Wissenschaftstheorie.

Für den Scheinerwerb sind regelmäßige Anwesenheit, vorbereitende intensive Lektüre der Seminartexte und die Anfertigung von Textzusammenfassungen erforderlich. Ein benoteter Schein kann über das zusätzliche Abfassen einer Hausarbeit erlangt werden.

Der Kurs kann (formal und inhaltlich) unabhängig vom Seminar „gender-Theorie(n)“ im vergangenen Sommersemester besucht werden.

 

Weitere Angaben:

Lehrende: Jakob Seitz M.A.

Ort und Zeit: 5.013, Do 14:15-15:45

Sprache: Deutsch

ECTS BA: 7.5

Migration und Flucht: Fragestellungen und Perspektiven in der Interkulturellen Pädagogik

 

Dozent/in: Dr. Simon Moses Schleimer

Dieses Seminar wird zweimal angeboten:

Seminar 1:

Angaben: Seminar, 2 SWS, ECTS-Studium, ECTS-Credits: 5; Gender und Diversity, LAEW, für Gasthörer zugelassen, Sprache Deutsch, Es können auch 2,5 ECTS nach alter LAPO erworben werden. Als Modulprüfung (zur Vorlesung und zum Seminar) ist eine E-Klausur vorgesehen. Die Klausur findet voraussichtlich in der letzten Sitzung der Vorlesung statt.
Zeit und Ort: Mo 15:45 – 17:17, U1.014

Voraussetzungen / Organisatorisches: Die Veranstaltung ist zugleich ein Seminar des Masterstudiengangs EE-BF (EE-BF Modul 1 – EWS Grundlagen – Theorien der Erziehung, Bildung und Sozialisation (MAEEBF EWS Theorien)).

Seminar 2:

Angaben: Seminar, 2 SWS, ECTS-Studium, ECTS-Credits: 5; Gender und Diversity, LAEW, für Gasthörer zugelassen, Sprache Deutsch, Es können auch 2,5 ECT nach alter LAPO erworben werden. Als Modulprüfung (zur Vorlesung und zum Seminar) ist eine E-Klausur vorgesehen. Die Klausur findet voraussichtlich in der letzten Sitzung der Vorlesung statt.
Zeit und Ort: Do 14:00 – 15:30, Raum n.V.

Inhalt: In diesem Seminar geht es um die Auseinandersetzung mit den Veränderungen des pädagogischen Verständnisses durch die Migrationsprozesse der vergangenen Jahrzehnte in Deutschland. Auf Grundlage der theoretischen Analyse der Entwicklungen vom defizitorientierten Ansatz der Ausländerpädagogik hin zu gegenwärtigen Konzepten der Interkulturellen Pädagogik sowie der Diskussion zentraler Begriffe (z.B. Migration, Integration, Kultur) stehen die spezifischen Sozialisations- und Bildungsbedingungen von Migrantenkindern und –jugendlichen in Deutschland sowie Theorien pädagogischen Handelns und pädagogischer Professionalität im Fokus. Scheinerwerb: Klausur; weitere Fragen zum Scheinerwerb werden in der ersten Sitzung im Seminar besprochen.

Empfohlene Literatur: Basisliteratur: Gogolin, I. & Krüger-Potratz, M. (2014). Einführung in die Interkulturelle Pädagogik. Opladen: UTB.

ECTS-Informationen: Credits: 5

Zusätzliche Informationen: Erwartete Teilnehmerzahl: 30, Maximale Teilnehmerzahl: 30
www: http://www.paed1.phil.fau.de/
Für diese Lehrveranstaltung ist eine Anmeldung erforderlich.
Die Anmeldung erfolgt von Dienstag, 1.8.2017 bis Sonntag, 22.10.2017 über: mein Campus.
Institution: Lehrstuhl für Pädagogik mit dem Schwerpunkt Diversity Education und internationale Bildungsforschung

Sommersemester 2017

Der Lektürekreis geht auf eine gemeinsame Initiative von Studierenden und Lehrenden des Departments für Germanistik und Komparatistik zurück. Er ist als Raum für intensive Lektüren und Diskussionen kulturtheoretischer Texte zur Geschlechterdifferenz und zu angrenzenden Fragestellungen gedacht. Das hochschulöffentliche Format liegt an den Rändern der akademischen Curricula und geht über Fach- und Semestergrenzen hinaus. Die Treffen finden vierzehntägig donnerstagabends statt. Die Semesterlektüre wird beim ersten Termin gemeinsam festgesetzt. Eine Vorschlagsliste aus ‚Klassikern‘ und Neuerscheinungen wird in der vorlesungsfreien Zeit veröffentlicht; sie kann und soll gerne erweitert werden, auch noch spontan in der ersten Sitzung. Bewährt hat sich die Lektüre eines einzelnen Textes über das Semester hinweg. Gelesen wird Stück für Stück und reihum laut im Seminarraum. Zwischendurch wird das Gelesene in Rekapitulationen und Diskussionen gemeinsam erschlossen und vertieft. Eine Sitzung im Semester ist in der Regel für eine offene Diskussion über aktuelle Debatten zur Geschlechterdifferenz in den Medien, für die Vorstellung eigener Studien- oder Forschungsfragen oder für einen Gastvortrag reserviert. Teilnahmevoraussetzung ist allein die Bereitschaft zu intensiver gemeinsamer Lektüre theoretischer Texte, die zum Teil eine gewisse Geduld erfordern. Fremdsprachige Texte werden nach Möglichkeit in deutscher Übersetzung gelesen. Alle Hochschulmitglieder sind herzlich zur Teilnahme eingeladen. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich. Der Lektürekreis findet seit dem Wintersemester 2015/16 regelmäßig jedes Semester statt. ECTSPunkte

werden für den Lektürekreis nicht vergeben; eine Teilnahmebescheinigung kann aber ausgestellt werden.

Termine im Sommersemester 2017: Do 27.4., 11.5., 18.5., 1.6., 22.6., 6.7., 20.7., jew. 18-20 Uhr c.t.

Ort: Seminarraum B4A1 (Bismarckstr. 1B, Stock 4A)

Aktuelle Semesterlektüre:

  • Michel Foucault, Der Wille zum Wissen. Sexualität und Wahrheit 1 (frz. 1976, dt. 1977)

 

In den vergangenen Semestern wurden der Reclam-Reader „Philosophische Geschlechtertheorien“, Auszüge aus Pierre Bourdieus „Die männliche Herrschaft“, ein Großteil von Herbert Marcuses „Triebstruktur und Gesellschaft“, Aufsätze von Roswitha Scholz, Frigga Haug und Regina Becker-Schmidt, Materialien zum ‚female/male gaze‘ u.a.m. gelesen.

Kontakt für Fragen und Textvorschläge: Sandra Fluhrer, Lehrstuhl für Komparatistik, sandra.fluhrer@fau.de,

Tel. 09131 85 22913

StudOn-Gruppe ‚Lektürekreis Geschlechtertheorien‘ https://www.studon.fau.de/grp1431935_join.html

Hauptseminar Sex and Gender in Victorian Literature and Culture

Dozent/in

Prof. Dr. Doris Feldmann

Angaben: Hauptseminar, 2 SWS; Zeit und Ort: Do 10:15 – 11:45, C 601

Voraussetzungen / Organisatorisches: BA English and American Studies: Hauptmodul A(301) Literature/Culture (Zulassungsvoraussetzung: Zwischenmodul II) – HA; Lehramt Englisch an Gymnasien (neu): HauptmodulL-GYM Literature. (Zulassungsvoraussetzung: Zwischenmodul Literature) – HA (80%); MA English Studies: Core Module Literature –Portfolioprüfung: HA und Thesenpapier (40511) bzw. Teilbereichsmodul Literature– HA (40501) und Thesenpapier (40502); Master Module II Literature –Portfolioprüfung: Hausarbeit und Thesenpapier (83601) bzw. Schwerpunktmodul II Literature – HA (40801) und Thesenpapier (40802); MA English Studies: Core Module Culture –Portfolioprüfung: Hausarbeit und Thesenpapier (40311) bzw. Teilbereichsmodul Culture – HA (40301) und Thesenpapier (40302); Master Module II Culture –Portfolioprüfung: Hausarbeit und Thesenpapier (83501) bzw. Schwerpunktmodul II Culture HA (40801) und Thesenpapier (40802); MA Literaturstudien – intermedial und interkulturell: Modul 4

Inhalt

Victorian gender roles have become stereotyped: modern critics tend to overemphasize the binary model of sex and gender, neglecting the differences between the various approaches within Victorian discourses on gender, sex and sexuality. In this class, we will trace the complexities of Victorian attitudes towards gender by having a close look at a range of representations, including literary texts (novel,fantasy fiction, fairy tale, poetry) and visual media (printed images,photography, paintings). Topics to be discussed will include: the psychology of female writing; the intersection of gender and class; depictions of the fe/male body; gender, power and desire; ‘deviant’ masculinities.
The seminar will be accompanied by an interdisciplinary lecture series on current issues in gender studies (participation is optional!) organized by the recently established FAU Center for Studies in Gender, Difference and Diversity.
It is essential that all students read and reflect upon the texts before each class. All participants are expected to enroll for a short oral presentation. A course syllabus, a bibliography and additional material will be made available on lineat the beginning of the semester.

Empfohlene Literatur

Texts: Charlotte Bronte, Jane Eyre; R.L. Stevenson, Jekyll and Hyde; Oscar Wilde, “The Happy Prince”; Christina Rossetti, “Goblin Market”; Robert Browning, “My Last Duchess”.

Zusätzliche Informationen

StudOn-Kurs: https://www.studon.uni-erlangen.de/univis_2017s.Lecture.21747918
Verwendung in folgenden UnivIS-Modulen

Startsemester SS 2017:
Anglistik, Modul A (M 4)
Core Module Culture (Core Cult)
Core Module Literature (Core Lit)
Master Module II: Culture (Master II: Cult)
Master Module II: Literature (Master II: Lit)

Institution:

Lehrstuhl für Anglistik, insbesondere Literatur- und Kulturwissenschaft

Choreographing Identities: Modern Dance in the U.S.

Lecturer: 

Carmen Dexl, M.A.

Details:

Proseminar, 2 cred.h, Sprache Englisch
Time and place: Wed 18:15 – 19:45, C 301

Prerequisites / Organisational information:

Das PS Culture kann wie folgt verwendet werden:

  • BA English and American Studies (neu): „Zwischenmodul II Culture“ (Zulassungsvoraussetzung: Zwischenmodul I: Thematisches Kombinationsseminar)

  • BA American Studies: „Zwischenmodul II Economics, Linguistics, History, Geography, Literature/Culture – Veranstaltung mit Nordamerika-Bezug“

Contents:

In this seminar we will focus on a form of cultural expression that has long constituted an underrated field of research: dance, particularly modern dance. Not the least spurred by an increased critical attention to performativity and the body, dance studies have engaged in a dialogue with cultural studies since the mid-1980s and turned to explore aspects like the ideological underpinnings of stylized movement practices, the materiality of the body in motion, and the relevance of categories of age, race, gender, and sexuality for constructions and the reception of bodies in motion. Considering these theoretical concerns for our analyses, we will look at the philosophy and practice of key figures of modern dance – most notably Isadora Duncan, Katherine Dunham, Martha Graham, Zora Neal Hurston, and Alvin Ailey – and examine how these dancers engage the body and its social meanings in very different ways and to very different effects and purposes. In that context, we will explicate the relation of modern dance to sociocultural and historical paradigms of the period between 1910 and 1950.

Additional information:

Registration is required for this lecture.
Die Registration via: CASSY Erlangen

Department: Lehrstuhl für Amerikanistik, insbesondere Literaturwissenschaft (Prof. Dr. Kley)

Organisation: Prof. Dr. Doris Feldmann

Das zweitägige Seminar wendet sich an Teilnehmende aller Qualifikationsstufen, die gemeinsam Themen aus Forschung und Lehre in den British Cultural Studies diskutieren. Am zweiten Tag sind ein Workshop und Impulsvorträge geplant, die den Schwerpunkt auf Diversitätskonzepten in den Cultural Studies und deren Anwendung in Lehre und Forschung legen. Mit Vorträgen beteiligt sind Lehrende des Faches Anglistik der FAU.

Literarischer Antisemitismus (VM NDL/Komp/Kult/EdT)

Dozent/in:

Dr. Victoria Gutsche

Angaben: 

Hauptseminar, 2 SWS

für Gasthörer zugelassen

Zeit und Ort: Di 12:00 – 14:00, B 302

Inhalt:

In diesem Seminar wollen wir uns mit einem verhältnismäßig jungen Forschungsfeld der Literaturwissenschaft beschäftigen. Denn während die Antisemitismusforschung schon lange selbstverständlich Teil einer Vielzahl von Disziplinen ist, bildete sich in der Literaturwissenschaft erst in der jüngsten Zeit eine eigenständige Antisemitismusforschung aus. Dabei soll und kann es jedoch nicht (allein) darum gehen, Autoren/innen eine antisemitische Haltung nachzuweisen oder sie von diesem Vorwurf zu entlasten. Vielmehr wird nach literarischen Strategien und Verfahren gefragt, die antisemitische Vorstellungen stützen oder unterlaufen. Dazu bedarf es einer detaillierten Textanalyse, die den Text historisch und literaturgeschichtlichen kontextualisiert. Insofern versteht sich das Seminar auch als Einführung in die Geschichte des Antisemitismus.

Im Seminar werden – nach einer einführenden Sitzung zu Begriffen, Verfahren, Merkmalen usw. – Texte aus vier Jahrhunderten gelesen: „Kurtze Beschreibung vnd Erzehlung von einem Juden/ mit Namen Ahaßverus“ (1602), Christoph Blümels „Der Jude von Venetien“, Lessings „Nathan der Weise“ und Julius von Voss‘ „Der travestirte Nathan der Weise“, Achim von Arnims „Die Majoratsherren“, Gustav Freytags Lustspiel „Die Journalisten“, Oskar Panizzas „Der operierte Jud“, Thomas Manns „Wälsungenblut“, Max Frischs „Andorra“, Edgar Hilsenraths „Der Nazi & der Friseur“ sowie Martin Walsers „Tod eines Kritikers“.

Voraussetzung zur Teilnahme am Seminar ist die Bereitschaft zur zeitintensiven Lektüre der angegebenen Texte!

Zusätzliche Informationen:

Maximale Teilnehmerzahl: 15
Für diese Lehrveranstaltung ist eine Anmeldung erforderlich.
Die Anmeldung erfolgt von Montag, 27.3.2017 bis Freitag, 5.5.2017 über: mein Campus.

Institution: Lehrstuhl für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft

 

PS: Weibliches Schreiben bei Christa Wolf [LitG 2] (Weibliches Schreiben)

Dozent/in:

Matthias Kandziora

Angaben:

Proseminar, 2 SWS

für Anfänger geeignet, Master, Bachelor, für Gasthörer zugelassen

Zeit und Ort: jede 2. Woche Fr 10:00 – 14:00, 00.15 PSG; Einzeltermin am 21.7.2017 10:00 – 14:00, 00.15 PSG;

Bemerkung zu Zeit und Ort: Prüfung am 21.07.2017
ab 5.5.2017
Vorbesprechung: 21.4.2017, 10:00 – 14:00 Uhr, Raum 00.15 PSG

Voraussetzungen / Organisatorisches:

Die Vorbesprechung mit Referatsvergabe findet wegen des Zwei-Wochen-Turnus bereits am Freitag vor Semesterbeginn (21.04.2017) statt. Der erste inhaltliche Termin ist der 05.05.2017.

Inhalt:

Christa Wolf gilt als eine der bekanntesten Autor/innen der DDR-Literatur und profilierte sich durch ihr Weiter-Schreiben nach dem Zusammenbruch der DDR auch gleichermaßen im Bereich der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Möchte man ihr ‚Gesamtwerk‘ charakterisieren, so trifft man immer wieder auf die Themenkomplexe der (ostdeutschen) Identität, der Erinnerung und des Gedächtnisses, des (Über-)Lebens im Realsozialismus und nicht zuletzt auf Fragen der Weiblichkeit in diesen Diskursen. Das Seminar soll ausgehend von grundsätzlichen Überlegungen zu einer ‚weiblichen Narration‘ einen Blick auf Christa Wolfs Schaffen werfen. Dabei werden immer wieder Theorien der französischen Écriture féminine besprochen werden. Hier wird der Fokus vor allem auf Hélène Cixous und Luce Irigaray liegen. Hauptsächlich sollen aber verschiedene Romane und Erzählungen Christa Wolfs gelesen werden: Der geteilte Himmel, Nachdenken über Christa T., Kein Ort. Nirgends, Kassandra, Was bleibt, Medea und Stadt der Engel. Dabei sollen in Rekursion auf die theoretischen Grundlagen Überlegungen angestellt werden, inwiefern Wolfs Schreiben, das vornehmlich weibliche Protagonistinnen kennt, sich auch in besonderen Formen einer weiblichen Narration niederschlägt. Damit immer ein Text pro Sitzung ausreichend intensiv diskutiert werden kann, wird das Seminar wird im zwei-Wochen-Takt vierstündig stattfinden. Bitte beschaffen Sie sich die Bücher in den Suhrkamp Ausgaben (Der geteilte Himmel in der kommentierten Fassung) und beginnen Sie gegebenenfalls bereits in den Semesterferien mit der Lektüre.

Empfohlene Literatur:

Zur Anschaffung empfohlene Bücher: WOLF, Christa (2011): Stadt der Engel oder The Overcoat of Dr. Freud. Roman, Berlin: Suhrkamp. WOLF, Christa (2008): Der geteilte Himmel. Erzählung, Frankfurt a.M.: Suhrkamp. WOLF, Christa (2008): Kassandra. Erzählung, Frankfurt a.M.: Suhrkamp. WOLF, Christa (2008): Medea: Stimmen. Roman, Frankfurt a.M.: Suhrkamp. WOLF, Christa (2007): Kein Ort. Nirgends, Frankfurt a.M.: Suhrkamp. WOLF, Christa (2007): Nachdenken über Christa T., Frankfurt a.M.: Suhrkamp. WOLF, Christa (2007): Was bleibt. Erzählung, Frankfurt a.M.: Suhrkamp.

Zusätzliche Informationen:

Erwartete Teilnehmerzahl: 25, Maximale Teilnehmerzahl: 30
Für diese Lehrveranstaltung ist eine Anmeldung erforderlich.
Die Anmeldung erfolgt von Montag, 27.3.2017 bis Freitag, 5.5.2017 über: mein Campus.

Institution: Lehrstuhl für Komparatistik

 

Frauenkämpfe im 19.Jahrhundert. Deutschland und Frankreich im Vergleich (HS franz. Lit.wiss.)

Dozentinnen/Dozenten:

Prof. Dr. Annette Keilhauer, Akad. Oberrätin, Prof. Dr. Ingrid Artus

Angaben:

Hauptseminar, 2 SWS, Anwesenheitspflicht, ECTS-Studium
nur Fachstudium, LAFV, Master, Sprache Deutsch
Zeit und Ort: Do 10:15 – 11:45, C 702

Inhalt:

In der Geschichte der Geschlechterbezüge ist das 19. Jahrhundert eine Periode der Polarisierung der Geschlechter, die die Aufgabenteilung zwischen öffentlichem und privatem Bereich festigt und theoretisch begründet. Zugleich intensiviert sich der lange Kampf der Frauen um Gleichberechtigung auf allen Ebenen im nationalen und zunehmend auch internationalen Rahmen.
Das interdisziplinär konzipierte Seminar interessiert sich für zentrale Dimensionen dieser Entwicklung in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen aus einer vergleichenden Perspektive. Mithilfe der Analyse exemplarischer Originaltexte und des Engagements paradigmatischer historischer AkteurInnen sollen zentrale Themen der öffentlichen Diskussion wie etwa das Familien- und Scheidungsrecht, das Frauenwahlrecht und das Recht der Frau auf Erwerbsarbeit beleuchtet werden. Wie auf beiden Seiten des Rheins jeweils auch unterschiedliche diskursive Kontexte wirken und Akteurinnen wie Olympe de Gouges, Luise Otto Peters, Hubertine Auclert oder Clara Zetkin spezifische Strategien des Kampfes entwickeln, soll in einer vergleichenden Sicht reflektiert werden.

Das Seminar ist offen für Studierende der Frankoromanistik und der Soziologie im fortgeschrittenen Studium. Voraussetzung für die Seminarteilnahme ist in beiden Fächern die Bereitschaft und Fähigkeit zur Lektüre auch englischer Texte; die Fähigkeit zur Rezeption auch französischsprachiger Texte ist für die Soziologiestudierenden zwar hilfreich, wird jedoch nicht zwingend vorausgesetzt. Voraussetzung für den Erwerb von Credit Points ist die Übernahme eines Kurzreferates und die Abfassung einer Hausarbeit.

Die Teilnehmenden werden gebeten, den folgenden Überblickstext vor Semesterbeginn zu besorgen und die Seiten 1-27 vorbereitend zu lesen:
Karen Offen: European Feminisms 1700-1950: A Political History. Stanford: Stanford University Press 2000.

Das Seminar ist beschränkt auf 25 Teilnehmende. Interessierte Studierende der Frankoromanistik und des Französischen werden gebeten, sich direkt bei der Dozentin Annette Keilhauer – mailto:annette.keilhauer@fau.de – anzumelden.

Institution: Institut für Romanistik

 

Literature and Disability

Dozent/in:

Prof. Dr. Gerd Bayer, Akad. Dir.

Angaben:

Proseminar, 2 SWS, Sprache Deutsch
Zeit und Ort: Di 16:15 – 17:45, C 301

Inhalt:

This seminar draws on research from disability studies and the growing interest in corporeality and embodiment to look at a range of fictional works that address the normativity of bodily and mental states. Starting with a few visual examples from films such as Freaks (1932) and My Left Foot (1989), and pausing briefly for Pope and Kafka, we will focus on novels by Virginia Woolf, Mark Haddon, and David Mitchell to discuss how the performativity of normative bodies is challenged through aesthetic strategies of representation. The seminar will also trace parallels to postcolonial studies, queer studies, and other ethical discourses.

Empfohlene Literatur

Virginia Woolf, Mrs Dalloway Mark Haddon, The Curious Incident of the Dog in the Nighttime David Mitchell, Black Swan Green

Zusätzliche InformationenInstitution: Lehrstuhl für Anglistik, insbesondere Literaturwissenschaft

Wintersemester 2016/17

HS Gender Studies (VM Kult)

Dozent/in:

Dr. Victoria Gutsche

Angaben:

Hauptseminar
nur Fachstudium, LAFV, Master, Blockseminar
Zeit und Ort: Einzeltermine am 21.10.2016 12:00 – 14:00, B 4A1; 11.11.2016, 25.11.2016, 9.12.2016 10:00 – 18:00, C 202; 10.12.2016 10:00 – 16:00, B 301

Inhalt:

Die Einsicht, dass das Geschlecht nicht allein von biologischen Faktoren abhängt, sondern in höchstem Maße sozial und kulturell geformt wird, ist nicht neu. Bereits 1949 formulierte Simone de Beauvoir programmatisch: „Man kommt nicht als Frau zur Welt, man wird es.“ Diese grundlegende Annahme erscheint innerhalb der Gender Studies als common sense, gleichwohl hat sich die Forschung spätestens seit den 1980er Jahren erheblich ausdifferenziert, so dass die Gender Studies heute eine Vielzahl heterogener theoretischer und methodischer Ansätze umfassen. Ziel des Seminars ist, diese Entwicklung exemplarisch anhand ausgewählter Ansätze und Positionen nachzuvollziehen und die theoretischen Grundlagentexte einer kritischen Lektüre zu unterziehen. Dabei wird der Bogen von universalistischen Positionen de Beauvoirs über den französischen Differenzfeminismus (Luce Irigaray) und den Konstruktivismus Judith Butlers bis hin zu den Queer Studies und Men‘s Studies gespannt. Im Seminar soll es jedoch nicht nur um ‚graue Theorie‘ gehen und so werden auf Grundlage der verschiedenen Ansätze verschiedene literarische Texte einer genauen Lektüre unterzogen. Im zweiten Teil des Seminars soll es sodann um die Geschlechterdiskurse um 1800 und 1900 gehen. Hier werden wir uns mit verschiedenen Geschlechtermodellen, schreibenden Frauen, Konzepten des Weiblichen usw. befassen. Zum Ablauf: In jeder Seminarsitzung werden theoretische und literarische Texte gelesen. Die theoretischen Texte (u.a. von de Beauvoir, Butler, Irigaray, Foucault, Connell, Bovenschen, Freud, Woolf) werden zu Seminarbeginn in Auszügen auf studon bereitgestellt. Bei den literarischen Texten handelt es sich um Sophokles „Antigone“ (11.11.), Manns „Tod in Venedig“ (25.11.), Gottscheds „Panthea“ (09.12.) und Schnitzlers „Fräulein Else“ (10.12.).

Zusätzliche Informationen:

Maximale Teilnehmerzahl: 15
Für diese Lehrveranstaltung ist eine Anmeldung erforderlich.
Die Anmeldung erfolgt von Montag, 19.9.2016 bis Freitag, 4.11.2016 über: mein Campus.

Institution: Lehrstuhl für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft