Schriftenreihe FAU Studien Gender Differenz Diversität

Die Schriftenreihe „FAU Studien Gender Differenz Diversität“ (FAU University Press) wird seit 2020 vom IZGDD herausgegeben. Die Bände sind Open Access und als Druckausgaben erhältlich.

Bisher erschienen sind:

Julia Ogilvie: Frauenemanzipation und gesellschaftliche Entwicklung. Zur Aktualität John Stuart Mills in der Auseinandersetzung zwischen Feminismus und Antifeminismus. FAU University Press: Erlangen 2025.

Auch mehr als 150 Jahre nach Erscheinen des Werks „Hörigkeit der Frauen“ von John Stuart Mill und Harriet Taylor Mill sind feministische Forderungen noch immer nicht verstummt. In zahlreichen Debatten bringen verschiedenste Gruppierungen feministische Anliegen als gesellschaftspolitische Forderungen ein und richten sie mit Nachdruck an Staat und Gesellschaft. Das Anliegen der vorliegenden Arbeit ist es, den Beitrag aufzuzeigen, den John Stuart Mill als britischer Freiheitsphilosoph zu diesen Diskursen leisten kann. Trotz der Zweifel vieler Zeitgenossen an der Vereinbarkeit seines Einsatzes für die Gleichstellung der Geschlechter mit seinen übrigen philosophischen Positionen soll gezeigt werden, dass sich seine feministischen Thesen folgerichtig aus seinem Gesamtwerk ableiten lassen. Mill, der gelegentlich als der „erste Feminist“ bezeichnet wird, ist der Überzeugung, dass der Grad der Zivilisation eines Volkes an der sozialen Stellung der Frau erkennbar sei. Ohne die Beseitigung von Ungerechtigkeit innerhalb des Verhältnisses von Frau und Mann ist seiner Meinung nach sozialer Fortschritt nicht möglich. Mit Hilfe eines von der amerikanischen Philosophin Iris Marion Young entwickelten Analyserasters und der dort ausformulierten Unterdrückungsformen (Ausbeutung, Machtlosigkeit, kultureller Imperialismus, Marginalisierung und Gewalt) sollen Formen antifeministischer Ungerechtigkeit identifiziert und Mills Thesen aktualisiert und gestärkt werden.

Hier finden Sie die open access-Ausgabe.

 

Victoria Gutsche, Annette Keilhauer, Renate Liebold (Hrsg.): Body Politics. Intersektionale und interdisziplinäre Perspektiven auf den Körper. FAU University Press: Erlangen 2023.

Über die bloße körperliche Repräsentation des Sozialen hinaus kann der Körper als ein konstitutives Medium gesellschaftlicher Ordnung aufgefasst werden, das Handlungspotenzial besitzt und auf Diskurse rückwirkt. Bislang beschäftigte sich die Forschung allerdings weniger mit der intersektionalen Verschränkung von Formen der Differenz bei der Konstitution von Körpern. Die interdisziplinären Beiträge widmen sich dem Körper aus zwei sich bedingenden und überlagernden Perspektiven: Zum einen betrachten sie Körper in gesellschaftlichen Strukturen und Institutionen, zum anderen richtet sich der Blick auf die Akteure selbst und deren Körper. Der intersektionale Zugriff auf den Körper und die Beobachtung der Verflechtung verschiedener Differenzkategorien zeigt, wie dynamisch sich intersektionale Körperkonfigurationen verändern können und wie sie in verschiedenen kulturellen Settings und historischen Kontexten ganz unterschiedliche Wirkungen entfalten.

Hier finden Sie die open access-Ausgabe.

 

 

 

Christina Strunck, Lukas Maier (Hrsg.): Rank Matters: New Research on Female Rulers in the Early Modern Era from an Intersectional Perspective. FAU University Press: Erlangen 2022.

Dieser Band eröffnet einen neuen, intersektionalen Blick auf die Kunstpatronage und künstlerische Repräsentation von Herrscherinnen der Frühen Neuzeit. Unter dem Begriff „Herrscherinnen“ werden dabei sowohl Herrscherinnen aus eigenem Recht als auch Frauen, die als Gemahlinnen, Regentinnen oder Witwen ihren Einfluss bei Hofe geltend machten, verstanden. Untersucht wird die Auftraggeberschaft von Herrscherinnen speziell im Hinblick auf die intersektionale Verschränkung von Differenzkategorien sowie deren Einfluss auf die Handlungsspielräume der Akteurinnen. Somit liegt der Schwerpunkt auf den vielfältigen Faktoren, die neben dem Faktor Geschlecht die Präsentation und Repräsentation von Frauen an frühneuzeitlichen Höfen konditionierten. Die versammelten Fallstudien leuchten den Zeitraum zwischen dem 15. und späten 18. Jahrhundert aus und ermöglichen einen Vergleich der Situation in den verschiedenen, intensiv miteinander verflochtenen Staaten Europas.

https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bvb:29-opus4-214487

 

 

Victoria Gutsche, Ronja Holzinger, Larissa Pfaller, Melissa Sarikaya (Hrsg.): Distinktion, Ausgrenzung und Mobilität – Interdisziplinäre Perspektiven auf soziale Ungleichheit. FAU University Press: Erlangen 2022.

Soziale Ungleichheit ist allgegenwärtig und betrifft alle Lebensbereiche, sei es in ökonomischer, kultureller oder geschlechtsspezifischer Hinsicht. Die Beiträge des Bandes widmen sich diesem ubiquitären Phänomen und untersuchen ganz unterschiedliche Formen und Dimensionen sozialer Ungleichheit, gehen ihren Ursachen nach und fragen nach Lösungsansätzen. Auf diese Weise wird das Phänomen nicht nur in seiner Komplexität sichtbar, sondern es wird zugleich ein Panorama unterschiedlicher disziplinärer Herangehensweisen eröffnet, stammen die Beiträge doch aus der Geschichts-, Literatur- und Kulturwissenschaft, Soziologie, Psychologie, Geographie, Medizinsoziologie und Rechtswissenschaft.

URN: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bvb:29-opus4-199322

 

 

Doris Feldmann / Annette Keilhauer / Renate Liebold (Hrsg.): Zuordnungen in Bewegung: Geschlecht und sexuelle Orientierung quer durch die Disziplinen. Erlangen: FAU University Press 2020.

Durch aktuelle gesellschaftspolitische und rechtliche Debatten um geschlechtliche und sexuelle Vielfalt ist einiges in Bewegung geraten: Tradierte (Zu-)Ordnungen von Geschlecht sind durchlässiger geworden, strikte Regulierungen von Sexualität(en) sind aufgebrochen. Soziale Wirklichkeiten scheinen nun pluralisiert und neue Chancen für selbstbestimmte Lebens­weisen eröffnet. Zugleich haben institutionalisierte Vorstellungen von binären Ge­schlech­terdifferenzen und von Heterosexualität Spuren hinterlassen, die als ‚Einschreibungen’ der sozialen Verhältnisse weiter existieren. Der vorliegende Band ist das Ergebnis interdisziplinärer Reflexionen in den Sozial- und Geisteswissenschaften. Die Beiträge geben einen Einblick in unterschiedliche disziplinäre Perspektiven auf Gender- und Sexualitäts(zu)ordnungen. Sie spannen die Breite der For­schungsfelder mit ihrem jeweiligen Bezug zu Alltagspraktiken auf; vor dem Hintergrund der Fachkulturen und wissenschaftlichen Entwicklungen beleuchten sie begriffliche Konzepte, Fragestellungen sowie Arbeitsweisen und reflektieren vor allem auch die Gleichzeitigkeit von Kontinuität, Wandel und neuen Normierungsprozessen.Der vorliegende Band ist das Ergebnis interdisziplinärer Reflexionen in den Sozial- und Geisteswissenschaften. Die Beiträge geben einen Einblick in unterschiedliche disziplinäre Perspektiven auf Gender- und Sexualitäts(zu)ordnungen. Sie spannen die Breite der For­schungsfelder mit ihrem jeweiligen Bezug zu Alltagspraktiken auf; vor dem Hintergrund der Fachkulturen und wissenschaftlichen Entwicklungen beleuchten sie begriffliche Konzepte, Fragestellungen sowie Arbeitsweisen und reflektieren vor allem auch die Gleichzeitigkeit von Kontinuität, Wandel und neuen Normierungsprozessen.

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